Künstler Special: K. Paltzer

Kreuznacher Straße 43
D – 50968 Köln
Mobil: 00 49 16 32 82 37 15
E-Mail: paltzer@netcologne.de
Internet: www.ausstellungsportal.net


Werke (Auswahl)


Vita

1960 geboren in Bitburg/Eifel, lebt und arbeitet in Köln.

1980: Gesellenprüfung zum Keramiker

1981 – 1986: Freie Mitarbeit in zahlreichen Töpfereien und Architekturkeramik-Werkstätten im In- und Ausland als Töpfer, Modelleur und Kerammaler

1991 – 2002: Studium „Visuelle Kommunikation“ an der FH Düsseldorf, freie Mitarbeit bei verschiedenen Design-Agenturen als Illustrator und Grafiker, experimentelle Arbeiten mit Papier (Collagen und Decollagen)

seit 2006: Arbeiten mit Papierpulpe unterschiedlichster Körnung kombiniert mit unterschiedlichen Papiersorten, dreidimensionale Papierobjekte (Einzelobjekte und Polyptychen)

2016: Gründung des Kunstraumes K49 in Köln-Bayenthal


Ausstellungsbeteiligungen und Kunstmessen

2018
Affordable Art Fair Hamburg (HLP Galerie)
Linie und Form (Kunsthaus Ratingen)
61. Jahresausstellung der EVBK, Prüm
Findungen und Formate IV, SWR Studio Trier
Linie und Form (Kunsthaus Ratingen)
Kölner Liste, Kunstmesse (HLP Galerie)

2017
Affordable Art Fair Hamburg (HLP Galerie)
Findungen und Formate III (SWR Studios Trier)
60. Jahresausstellung der EVBK, Prüm
Kölner Liste, Kunstmesse (HLP Galerie)

2016
Alle Farben von Schnee (Kunstforum Eifel, Schleiden-Gemünd)
Quint-Essence (HLP Galerie)
Art.Fair, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)
Schwarz Weiß (Kunstraum Ratingen)
ART STUTTGART, Kunstmesse (HLP Galerie)
Kölner Liste, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)

2015
Die dritte Dimension (Kunsthaus Ratingen)
Art.Fair, Kunstmesse (HLP Galerie)
Durch – Sichten (Zündorfer Wehrturm, Stadtmuseum Köln)
Kölner Liste, Kunstmesse (HLP Galerie)

2014
Art.Fair, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)
Standfest (Kunstforum Eifel, Schleiden-Gemünd)
Cologne Paper Art III, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)

2013
Art.Fair, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)
Recycle (Kunstverein Worms)
Bildobjekte (Kunstforum St. Clemens, Köln)
Sichtbar verborgen (Alte Feuerwache, Köln)
Claire-Sombre (Cercle des Artistes, Saint-Paul de Vence/F)
Cologne Paper Art II, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)
LebensArt-Stiftung, Köln

2012
Kunst im Pool (Galerie KIP, Düsseldorf)
Papier (39. Detmolder Kunsttage)
62. Bayreuther Kunstausstellung (Kunstverein Bayreuth)
Papier Global II (Triennale), Stadtmuseum Deggendorf
Cologne Paper Art I, Kunstmesse Köln (HLP Galerie)
Paper Art (HLP Galerie)
Paper Art (Art 68, Köln)

2011
Alles Papier (Junges Kunstforum Siegburg)
Einblicke – Durchblicke (33. Kunstausstellung, Hollfeld / Kunstpreis)

2010
Minimal – kleine Formate (Maerz Galerie, Mannheim)
RotBlauGelb (Maerz Galerie, Mannheim)

2009
Nicht nur quadratisch (Maerz Galerie, Mannheim)
Papier Global I (Triennale), Stadtmuseum Deggendorf


Die Arbeit

von Dr. Marta Cencillo-Ramirez

Hoch sinnlich präsentieren sich die minimalistischen, skulpturalen Wandobjekte des Wahlkölners K. Paltzer.

Der Künstler nutzt den vergänglichen Werkstoff Papier unterschiedlichster Körnung und Faserung als recycletes Werkmaterial für seine plastischen Körper mit lebendigen Oberflächenlandschaften. Er entwickelt – spielerisch zwischen Transparenz und Dichte changierend – experimentelle Produktionstechniken, für die er Reis-Seidenpapier, Zellstoff und Pulpe in Verbindung mit Farbe (hauptsächlich Schwarz, Weiß, Grautöne), Beize und Kasein verwendet.

Haptisch-optische Reize und skulpturale Präsenz potenzieren sich im Spannungsfeld von Licht und Schatten, die sich an Rasterlinien, -punkten, Wölbungen oder Craquelées scheiden. Grundierungen – oft schwarze Farbe – lässt Paltzer unter vielen, versetzten Teilüberlagerungen nur an dezidierten Stellen und in abgestuften Intensitätsgraden durchschimmern. In harmonischer Balance zwischen Ruhepole und Dynamik gesetzte Akzente werden zu bedeutungsträchtigen Kraftfeldern und Bewegungsrichtungen.

Paltzer verbindet zwei offene Schöpfungsprozesse miteinander: Einerseits schichtet er, gießt ab (z. B. industrielle Fundobjekte), baut dreidimensionale Masse auf und reißt, schneidet, hämmert Material ab. Die dabei fließende Energie überträgt sich auf seine organischen Geschöpfe, die auf- und abzuatmen, zu vibrieren scheinen.

Andererseits beruht die skulpturale Gestaltung auf Naturgesetzen, ausgelöst von der Verleimung übereinander gelegter Materialien unterschiedlicher Elastizität und Reißfestigkeit, die in unausweichlicher Haftung im Trocknungsprozess aneinander zerren. Sie werfen Falten, reißen ein, wölben sich zu Hohlkörpern oder Schalen, die als Folie vor der Wand schweben. Assoziationen zum menschlichen Organismus (Hautwunden, Nervenbahnen, Äderchen, Gerippe) und zur Natur (Urgesteine, Flüsse, Birkenrinde) stellen sich ein, berühren den Betrachter emotional.

K. Paltzer, Grafik-Designer und gelernter Keramiker, legt ein Schönheitsverständnis zugrunde, das im Einklang mit der fernöstlichen Keramikphilosophie bei der Herstellung von Matcha-Schalen nicht eine „cleane Glätte“, sondern die Ästhetik des Verborgenen, Unregelmäßigen, des menschlich Unperfekten würdigt.

Dr. Marta Cencillo-Ramirez, Kunsthistorikerin
Köln im September 2015